Donnerstag, 13. Oktober 2011

Grüße aus der herbstlich inspirierten Küche (Teil 1)

Orange ist die Farbe des Oktobers - man denke nur an Halloween und all die Kürbisse. Gefolgt von allen Farben des sich bunt gefärbten Herbstlaubes.
Man kann aus einem reichen Angebot schöpfen und weil die Tage bereits kürzer und kühler werden, sehnt man sich nach Süppchen und vielleicht auch wieder nach etwas mehr "Gewürzen". Die "Indisch" inspirierten Gerichte lassen Grüßen.

Selbstverständlich auch bei mir. In letzter Zeit gab es vieles aus und rund um den Kürbis. Und hier meine Rezepte aus der letzten Zeit, für alle die sich auch ein paar Anregungen holen möchten.


1. Ebly Sonnenweizen / Maroni / Hähnchenbruststreifen / Kirschtomaten / gebackener Hokkaiodo
2. Ricottacreme-Nocken mit karamellisierten Feigen

1.1. Zutatenliste Hauptgericht (ohne konkrete Mengenangaben, da ich das für 2 Personen zubereitet habe)


Ebly
Speck
Öl
Gemüse- oder Hühnerbrühe (aus dem Glas)

Bio Zitrone

Hokaiodo Kürbis
Maroni

Balsamico Essig
Salz
Zucker
Butter
etwas Gemüse- oder Hühnerbrühe

Hähnchenbrustfilet
Rosenpaprika
Salz
Pfeffer
Kirschtomaten
etwas Gemüse- oder Hühnerbrühe

Ebly-Zubereitung: Etwas Speck, Fenchelsamen, gehackte Zwiebel und ebly Weizenkörner in Öl anrösten, mit Gemüse- oder Hühnerbrühe ablöschen und ca. 20 Minuten leise köcheln lassen.
Warm halten und Zitronenzesten unterrühren.

Kürbis in Spalten schneiden, in einer Auflaufform mit etwas Gemüse- oder Geflügelbrühe, bei 200 Grad Umluft im vorgeheizten Ofen ca. 20 Minuten backen lassen.

Maronen (ich hatte leider nur vakuumierte) mit etwas Zucker, Balsamico Essig (Migros Selection), Prise Salz, Butter und Gemüse- bzw. Hühnerbrühe sirupartig einkochen.

Hähnchenbrust in Streifen schneiden, mit Rosenpaprika und salz würzen und in einer Pfanne mit Öl anbraten, Kirschtomaten anritzen und dazu geben, Hähnchenstreifen pfeffern und mit Brühe ablöschen, ziehen lassen, bis die Streifen gar sind.

Jetzt noch frisch gehackte Petersilie unter die ebly mischen und alles anrichten :-)


2.1. Zutatenliste Nachtisch
250 g Ricotta
2 EL Milch
100 ml Sahne (Steif geschlagen, zum Unterheben in die Creme)
1 Vanilleschote, auskratzen, Mark in die Creme (alternativ Vanillesirup)
60 g feinster Zucker

2 Blatt weiße Gelantine (in kaltem Wasser aufweichen)
4 frische Feigen

Zucker
100 ml Orangensaft
100 ml hochwertigen Banyuls
Pinienkerne
Pistazienkerne


Ricotta mit dem Mark der Vanille, der Milch und dem Zucker mit der Küchenmaschine verrühren. Ich habe etwas Milch auf dem Herd erwährmt und darin die aufgeweichten Gelantineblätter auflösen lassen. Diese nun ebenfalls unter die Creme rühren, geschlagene Sahne unterheben. Im Kühlschrank kaltstellen (3 Std.) damit die Creme gut geliert, um später daraus Nocken auszustechen.

Die Feigen halbieren. Zucker in einer Pfanne schmelzen lassen, Feigen mit der Schnittfläche nach unten einsetzen und schwenken, mit Orangensaft und Banyuls ablöschen und sirupartig einkochen lassen.



Zum Anrichten Nocken aus der Ricottacreme ausstechen, Pinienkerne in der Pfanne ohne Fett anrösten, Pistazienkerne hacken. Feigen und Sirup zu den Nocken geben, Pinienkerne und Pistazien darüber streuen.

Bon appétit!


Verkostungsnotiz Pinot Gris Clos Ribeaupierre, 1999, Jean SippGanz goldgelb und mit großen Fenstern, die er im Glas beim Schwenken hinterlässt. Nach etwas Luft ganz göffnet, herrliches Buket nach Karamell, Honig, Bratapfel und reifen Birnen, etwas Rosinen ... ein Hauch Zitronenmelisse und Zimt. Am Gaumen nur noch ein Hauch von Geräuchertem, sehr opulent und mundfüllend, warm und weiches Gefühl mit einem sehr angenehm langen Abgang. Keineswegs müde oder zu süß! Elegant eingebundene Säure macht diesen Wein zu einem echten Vergnügen! Wunderbar. Zu meinem heutigen Dessert sowieso: Ricotta-Nocken/karamellisierte Feigen in Orangensaft und Banyuls/geröstete Pinienkerne

 
Das Weingut Les Clos de Paulilles ist im Besitz der Familie Dauré.
90 ha, das größte Weinanbaugebiet der Crus von Banyuls und Collioure befindet sich im Besitz dieser Familie.
Hier finden sich alle Bedingungen um unterschiedliche Weine mit ausgeprägtem Charakter hervorzubringen: wenig fruchtbarer Schieferboden. Die Weinreben befinden sich unter mediterranen Einfluß: trockenes Klima, kleine Erträge. Die Rebsorten des Südens leben von diesen Einflüssen: glühende Sonne und eine frische Meeresbrise.
1975 kommerzialisieren Jean und Bernard Dauré zum ersten Mal einen Banyuls Rimage. Traditionelleweise werden die Banyuls lange in Eichenholzfässern gelagert. Jean und Bernard füllen ihre Banyuls sehr früh in Flaschen, um die ganze Frucht zu bewahren. Von da an macht diese Vorgehensweise Schule.

"Banyuls (AOC) ist ein Süßwein aus Frankreich, der an den steilen Hängen um die kleine Stadt Banyuls-sur-Mer hergestellt wird, wo sich diePyrenäen und das Mittelmeer treffen. Er darf nur in den vier Gemeinden Banyuls-sur-Mer, Cerbère, Collioure und Pont-Vendres im Anbaugebiet languedoc-Roussillon hergestellt werden. Die Rebfläche umfasst ca. 1400 Hektar.

Der Banyuls gehört zur Familie der Vin Doux Naturel und ist somit ein Likörwein / Dessertwein."
Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Banyuls