Sonntag, 4. Dezember 2011

Aus der Weihnachtsbackstube: Plätzchen mit "mmmhhh"

Eigentlich hatte ich ganz lange keine Lust auf die Weihnachstbäckerei. Aber dann kamen nur noch wundervolle Postings bei Facebook mit wundervollen Fotos von selbstgemachten Plätzchen, dass ich mich der Tätigkeit auch nicht mehr länger entziehen konnte. Und letztendlich kamen folgende Sorten dabei heraus:
Marzipan-Mohn-Herzen und Kokosmakronen

Kokosmakronen mit Chili und Rosa Pfeffer
Kokosmakronen mit Orangeat und Cranberries
Kokosmakronen mit Pistatzien und Cranberries
Kissinger Brötchen
Mit Pistazien-Marzipan gefüllte Datteln
Schoko-Cookies mit gerösteten, gesalzenen Erdnüssen
Cookies aus weißer Schokolade und Cranberries
Marzipan-Mohn-Herzen

Heute ist der dritte Advent und meine Plätzchen sind bis auf ein paar wenige alle schon gefuttert.Da werde ich wohl noch einmal welche backen müssen ;-)

Und hier die Rezepte für Euch:
Meine Lieblingsplätzchen "Kissinger Brötchen"
150 g Weizenmehl
150 g geriebene Haselnüsse
150 g Zucker
100 g Butter
1 gestrichener TL Backpulver
1 Prise Salz
½ TL Zimt
1 Ei
½ Glas Marmelade (hier nehme ich, was zur Hand ist - heuer war es eine Sauerkirschmarmelade mit Rosenblüten und eine Schwarze Johannisbeermarmelade, die ich gemischt habe, außerdem gebe ich in die Marmelade, wenn ich sie erwärme immer noch einen Schuss Crème de Cassis, wenn es sich um dunkle Marmeladen handelt)
Kuvertüre (Zartbitter)
Walnuss-Hälften
Aus den Zutaten einen Mürbteig herstellen, zur Kugel formen, in Folie einwickeln und 30 Minuten kaltstellen. Dann wird der Teig ca. ½ cm dick ausgerollt und runde Plätzchen ausgestochen. Die ausgestochenen Plätzchen gibt man auf ein mit Backpapier belegtes Backblech und bäckt sie ca. 8 Minuten bei 200 Grad Ober- und Unterhitze.

 Nach dem Erkalten werden je 2 Plätzchen mit der Marmelade zusammengeklebt. Die Plätzchenränder bestreicht man anschließend mit der Kuvertüre und rollt sie sofort in den geriebenen Haselnüssen. Anschließend einen Tupfer Kuvertüre auf die Plätzchen geben und darauf eine Walnusshälfte drücken.
Kissinger Brötchen


Die Marzipan-Mohn-Herzen sind nach einem Rezept von "Rock the kitchen" entstanden, das ich euch auf keinen Fall vorenthalten möchte, weil es so verdammt leckere Plätzchen geworden sind :)
Zum Rezept gelangt ihr mit diesem Link:
Rock the Kitchen - Marzipan-Mohn-Herzen
Nur die Kuvertüre habe ich bei der Hälfte der Plätzchen mit weißer Schokolade, Cointreau und Puderzucker zubereitet und mit Malvenblüten verziert. Diese "Süßere variante" hat mir auf den Plätzchen wunderbar geschmeckt und ich werde diese Plätzchen ganz sicher wieder backen.
Grundrezept Kokosmakronen, das man dann beliebig variieren kann, aber ganz luftige, fluffige Makronen ergibt habe ich bei "Essen & Trinken" gefunden: Kokosmakronen leicht gemacht
"Kokosmakronen gelingen mit diesem Trick garantiert: Wenn Sie alle Zutaten in einem Topf leicht erwärmen und verrühren, ist die Makronenmasse im Nu fertig und die Kokosmakronen werden schön fluffig. Dann nur noch den Teig mir zwei Teelöffeln auf Oblaten geben und die Kokosmakronen fertig backen. Sehen Sie in unserem Video, wie einfach diese Zubereitung funktioniert. Übrigens: Mit dieser Methode fällt der Kokosmakronen Teig nicht in sich zusammen, im Gegensatz zu vielen anderen Zubereitungsarten"
Auf der Seite kann man sich auch gleich noch ein Video dazu ansehen.

Kokosmakronen mit Kakao, Rosa Pfeffer und Chili
Einen Teil meiner Makronen habe ich mit Kakaopulver, Rosa Pfeffer und Chiliflocken zubereitet. Diese schmeckten im übrigen zu einem Glas Rotwein hervorragend.

Die anderen Makronen bekamen entweder Pistazien oder einfach Früchte untergemischt. Anschließend wurde allen eine Haube aus Zartbitterschokolade verpasst und die mit Früchten bekamen eine getrocknete Blütenmischung darüber gestreut, was sehr hübsch aussah. Meine gefüllten Datteln wurden mit einer Marzipan-Pistazien-Fleur de Sel mit Hibiskus Mischung gefüllt und anschließend in Kuvertüre gebadet. Alles sehr fein und ich kann es nur weiterempfehlen.

 
Da die Stimmung so gemütlich war, machte ich mir zum Plätzchen backen einen schönen Rotwein auf. CLEMENTE VII 1999 Chianti Classico. Nase: Kirsche noch präsent, dezente Süße von Blaubeeren, Vanille .. bildete mir auch einen Hauch Zimt ein, kann jetzt aber auch an Weihnachten liegen ...
Gaumen: Tannin gut eingebunden, wenn auch immer noch "da", auch die Säure passt noch perfekt, der Wein hat noch keinerlei alterbedingte Schwächen, im Gegenteil, wahrscheinlich könnte er noch gut weitere Jahre liegen.
Geschmack nach Kischen und Kirschkern, ebenso Nelken. Langer Nachhall im Gaumen. Langer Abgang.
Ein Wein mit Charakter, nicht weichgespült und somit eher für das konzentrierte Weintrinken, als das nebenbei genießen gemacht.
Ich muss noch was ergänzen. Einbisschen erinnert mich das Gefühl, das der Wein mir gerade im Mund hinterlässt auch an Schlehen. Ist das nun gut ... hm ... ich überlege, ob das an den Erdnüssen liegt, die ich vorhin mal geknabbert hatte.
Übrigens: Nicht nur in der Tasse "Heiße Schokolade" schmeckt dieser Cacao vorzüglich, auch zum Backen und Braten eignet er sich bestens! Ungesüßter BIO Cacao aus Madagaskar. Lecker!

Ich wünsche euch weiterhin eine schöne Adventszeit :)