Freitag, 20. Januar 2012

Blaukrautsalat mit Granatapfel und gerösteten Haselnüssen

Blaukrautsalat mit Granatapfel und gerösteten Haselnüssen /  Salade de chou rouge aux noisettes grillées et de grenade / Red cabbage salad with pomegranate and roasted hazelnuts
Crunchy cabbage and pomegranate with fruit dressing - this is pure concentrated power, because this salad is full of nutrients and makes you tired minds awake again.

Rotkohl / Blaukraut / Rotkraut / Blaukohl / Rotkabis / Blaukabis 
Das typische, lange lagerfähige Wintergemüse hat viele Namen. Brassica oleracea convar. capitata rubra L., wie man die Kohlart in der Botanik nennt, wirkt chemisch gesehen, je nach Zubereitungsart, wie ein Säure-Basen-Indikator und färbt sich dabei von Rot nach Blau, was einen Teil der unterschiedlichen Bezeichnung ausmacht. In vielen norddeutschen (und auch badischen) Rezepten wird der Kohl mit säurehaltigen Zutaten zubereitet, wie Wein oder Essig. Dadurch bekommt das Gemüse eine kräftige rote Farbe. In einigen Regionen Deutschlands, vor allem in Bayern, Franken und Schwaben verwendet man bei der Zubereitung eher Zucker und Natron (alkalisch), was dem Kraut seine violette bis blaue Farbe auch nach der Zubereitung behalten lässt. Dazu kommen nun noch die regionalen Unterschiede. Im Norden Deutschlands hat sich der Begriff Kohl durchgesetzt, im Süden eher der Begriff Kraut.
Häufig wird Rotkohl / Blaukraut gerne als Beilage zu Gänse-, Enten-, oder Sauerbraten sowie zu Wildgerichten gereicht. Typische Gewürze und Zutaten sind: Äpfel, Gewürznelken, Muskat, Essig und Lorbeer. Und bei mir gehört ins Blaukraut grundsätzlich auch einbisschen Zartbitterschokolade.
Rotkohl ist reich an Eisen, Mineralstoffen, Anthocyane (=stärken das Immunsystem, Radikalfänger, Entzündungshemmer) und an Ascorbin. Ascorbin wandelt sich bei schonendem Erhitzen in Vitamin C, das allerdings, wie die meisten Vitamine, bei zu langem Erhitzen größtenteils zerstört wird.
Da sich Rotkohl auch wunderbar als Rohkost zubereiten lässt, stelle ich Euch ein schönes Rezept vor, das ich bei den Küchengöttern gefunden habe.

Ich habe es für 2 Personen zubereitet und habe für den Salat benötigt
1/4 Blaukraut
Salz
1/2 Granatapfel
25 ml Himbeeressig
4 EL Orangensaft, frisch gepresst
1 TL Marmelade (mit dunklen Früchten)
2 EL Walnussöl
1 EL Sonnenblumenöl
Pfeffer aus der Mühle
Haselnusskerne



Vom Rotkohl die äußeren Blätter entfernen, Rotkohl vierteln und den Strunk herausschneiden. Rotkohl in sehr feine Streifen schneiden. In eine Schüssel geben und mit etwas Salz bestreuen. Den Rotkohl mit den Händen tüchtig durchkneten, sodass er weicher wird (Es empfehlen sich dabei Handschuhe). Granatapfel halbieren, die Kerne herauslösen, dabei den Saft auffangen.
Für die Salatsauce Essig, Orangensaft, Granatapfelsaft, Marmelade (ohne Fruchtstücke), Prise Salz und Pfeffer verrühren. Beide Öle mit dem Schneebesen unterschlagen. Sauce mit dem Rotkohl und den Granatapfelkernen mischen. Salat zugedeckt 1-2 Std. durchziehen lassen.
Die Haselnüsse in einer Pfanne ohne Fett ca. 5 Min. leicht anrösten, bis sie zu duften und bräunen anfangen. Die Nüsse abkühlen lassen und mit einem großen Messer grob hacken. Den Salat abschmecken, bei Bedarf nachwürzen und mit den Haselnüssen bestreut servieren.

Und bei mir darf ja etwas Zartbitterschokolade nicht fehlen, daher habe ich hier ein kleines Stückchen Valrhona Caraibe dazugegeben. Das schmeckte voll lecker! Und jetzt wünsche ich euch BON APPÉTIT!