Dienstag, 10. Juli 2012

Ente mit Lavendel und Honig - provenzal



Was täte ich nur ohne dieses Kochbuch?

"Über 120 authentische wunderschön bebilderte Rezepte zeigen, wie die frischen Produkte klassisch oder auf ganz neue Art zubereitet werden."

Seit Jahren schon inspiriert es mich in regelmäßigen Abständen, etwas Feines aus der südfranzösischen Küche auf den Tisch zu bringen.
Das Bild hat mich "angemacht"





Diesmal gab es Ente mit Lavendel und Honig - superfein und tatsächlich auch bei sommerlichen Temperaturen ein Genuss.

Und dabei auch so einfach zuzubereiten.
Was man dazu braucht - jetzt ist ja noch die Zeit des Lavendel sind frische Lavendelzweige und Blüten (oder getrocknete, wenn man das Gericht zu einem späteren Zeitpunkt zubereiten möchte).

Was Sie für 4 Personen brauchen ist:
1 Ente - eine glücklich aufgezogene schmeckt am besten - von ca. 2,5 - 3 kg
Meersalz, Pfeffer
Zweige von Lavendel, Rosmarin, Thymian und Bohnenkraut (frisch sind diese auch wesentlich aromatischer)
1 Bio Zitrone
4 kleine Zwiebeln
8 Knoblauchzehen
2 Karotten
2 EL schwarze Oliven (Kalamata Oliven, wenn man keine französischen bekommt - und verzichten sie auf die "geschwärzten", sondern nehmen sie echte, gereifte, schwarze Oliven mit Stein)
3 EL Lavendelhonig (ersatzweise Rosmarinhonig oder Lavendelsirup bzw. Rosmarinsirup)
1/8 l trockenen Weißwein
Zahnstocher und Faden

Bei der Zubereitung habe ich mich an das Rezept gehalten und es hat prima funktioniert.

Die Innereien aus der Ente nehmen. Die Ente waschen, trockentupfen. War die Ente "fett", aus dem Bauchraum noch die größeren Fettstücke herauslösen. Dann den Vogel innen und außen mit Salz und Pfeffer einreiben.

Backofen auf 200° (Umluft) vorheizen.
Kräuter waschen, trockentupfen, Zitrone heiß abwaschen und ringsrum mit einer Gabel mehrmals tief einstechen. Anschließend die Zitrone mit der Hälfte der Kräuter und 2-3 Knoblauchzehen in den Bauch der Ente füllen. Und mit Zahnstochern und faden die Bauchöffnung schließen.
Ente mit der Bauchseite nach unten in die Bratreine legen. und mit den übrigen, gehackten Kräutern (ohne die groben Stiele) bestreuen. Knoblauch und restliche Zwiebeln und Oliven neben der Ente verteilen.
Karotten in grobe Stücke teilen, aber diese füge ich erst etwas später dazu.
Ente in den Ofen, mittlere Schiene, schieben und die Temperatur auf 180° (Umluft) reduzieren.
Tipp von meiner Mama: erst sehr spät, wenn die Zwiebeln beginnen "dunkel" zu werden mit dem Aufgießen beginnen.



Nach einer halben Stunde zunächst schauen, ob man schon aufgießen soll (jetzt die Karottenstücke zugeben), wenn ja, mit etwas heißem Wasser angießen und die Temperatur erneut reduzieren (160° Umluft), die Ente wenden und danach weiter braten (ca. 1 Stunde) in dieser Zeit immer einmal mit dem Bratensaft übergießen und wenn nötig etwas heißes Wasser zufügen. Sollte zuviel fett aus der Ente austreten, diese immer wieder abschöpfen.

nach einer Stunde Bratzeit, die Ente gut mit den Honig einpinseln und bei jetzt 200° weitere 15 Minuten braten. Ente mit den Zwiebeln, Karotten und den Oliven aus der Reine nehmen, warm halten.
Inzwischen den Bratenfond entfetten und nach Belieben durch ein Sieb gießen. In einen Topf gießen und erneut mit dem Wein aufkochen lassen. Sauce mit Salz und Pfeffer abschmecken.



Wer eine ganz knusprige Haut möchte, sollte den Vogel auch kurz aus der Reine auf das Gitter legen und im Ofen kurz "grillen" - hier bleibt man aber am besten daneben stehen, dass man sich den Vogel nicht in letzter Minute ruiniert, weil er verbrannt ist.

Ente tranchieren und mit der Sauce, Zwiebeln, Karotten und Oliven servieren.



Dazu schmeckt Baguette und ich mache zusätzlich immer noch etwas Zucchini-Gemüse in der Pfanne dazu.

Butterweich und wahnsinnig lecker!


Bon appétit!