Dienstag, 2. Oktober 2012

Pflaumen, Zwetschgen, Mirabellen und Renekloden



Dorits Tatin caramélisée de la reine claudes
Die Pflaume wurde 1753 von Carl von Linné das erste Mal beschrieben. Wir teilen Ihre Gattung, aus der Familie der Rosengewächse in einige Unterarten ein:
Pflaumen
Zwetschgen
Im Sommer bis in den Herbst genießen wir diese Früchte gerne, lassen sich aus und mit ihnen doch so viele süße und herzhafte Gerichte herstellen.

Renekloden sind eine Unterart der Pflaumen und gelten bei ihresgleichen als die Besonderen, die Edelpflaumen. Sie sind nach der französischen Königin Reine Claude benannt. Auch heute noch zählt Frankreich zum Hauptanbaugebiet. Wer in den Genuss der süßen Früchte kommen will, sollte sich dies dick im Kalender notieren, denn Renekloden haben den kürzesten Erntezeitpunkt aller Pflaumenarten – nämlich nur von Juli bis August. Übrigens: Der berühmte Schnaps "Prunelle" wird auch aus Renekloden gemacht.

Schnaps aus der Familie der Pflaumen erfreut sich allgemein ja einer internationalen Beliebtheit. In der fränkischen Schweiz wird aus Tzwetschgen wunderbarer Schnaps gebrannt - auch als "alte Zwetschke", die dann in Barriquefässern gelagert wurde. Und in der Schweiz stellt man aus der Damassine AOC ebenfalls einen ganz wunderbaren Schnaps her, den man in Deutschland leider kaum, wenn überhaupt bekommt. Mehr zur Damassine AOC auf meinem Blog: Chateau et Chocolat - Genussvolles Magazin

Die Echte Zwetschge (süddeutsch, schweizerisch und fachsprachlich), Zwetschke (österreichisch), Zwetsche (deutsch) oder Quetsche (landschaftlich) (Prunus domestica subsp. domestica) ist eine Unterart der Pflaume (Prunus domestica). Sie wird in Europa, Westasien, Nordamerika sowie Nord- und Südafrika als Obstbaum angebaut.
Renekloden

Mirabellen
Ich stelle euch ein französisches Rezept, in Anlehnung an "Larousse Cuisine" Tatin de mirabelles vor. Ganz einfach zu machen, wenn man bereits Blätterteig aus der Kühltheke verwendet.



DORITs REZEPT (Abbildung s. oben)
Tatin caramélisée de la reine claudes

Für die Zubereitung des Karamells habe ich mich strikt an das Origialrezept gehalten:
80 g Puderzucker
1 Päckchen Vanille Zucker
1 EL Wasser
100 g demi-sel Butter (hier kann man auch normalte Butter und 1/2 TL Salz nehmen)
In einem Topf zunächst Zucker und Vanille Zucker mit 1 EL Wasser zum Schmelzen bringen und warten, bis er eine goldbraune Farbe angenommen hat. Anschließend stückchenweise die Butter zugeben und gut rühren.

Für den Teig verwendete ich den Blätterteig aus der TK und habe mittels meiner Backform eine kreisrunde Form damit ausgeschnitten.
Die Renekloden habe ich gewaschen, halbiert, den Kern entfernt. Den Ofen zwischenzeitlich auf 180° vorgeheizt. Anschließend habe ich meine Springform (hier habe ich mir gemerkt, dass ich das nächste Mal auf alle Fälle zunächst den Rand der Form am Boden rundherum mit Blätterteig abdichte, damit mir nicht wieder überschüssiges Karamell in den Ofen läuft).

Das Karamell auf den Boden der geschlossenen und mit Blätterteig abgedichteten Spingform geben. Darauf die halbierten Renekloden mit der Schnittfläche nach oben legen. Ich nahm soviele, die für das komplette belegen der Form notwendig waren. (ca. 600 g).
Auf das Ganze legt man nun den Blätterteigdeckel, den man mit einer Gabel mehrmals einsticht.
Ab in den Ofen und wenn der Blätterteig eine schöne Farbe angenommen hat - so nach ca. 25-30 Minuten - aus dem Ofen nehmen und abkühlen lassen.

Das Karamell erinnerte voll an Werthers Echte
Die Zutaten schön griffbereit
Der perforierte Blätterteigdeckel

Mit lieben Freundinnen auf dem Balkon genossen, zusammen mit einem Schückchen Villa Sandi Prosecco Spumante (Il Brut) ein spätsommerliches Vergnügen.