Sonntag, 20. Oktober 2013

Portugal und seine Weine - ab sofort im Rezept-Praxistest mit Foodbloggern :-)

Dieser Pressebericht hat eine große positive Resonanz bei der Presse ausgelöst, was mich sehr gefreut hat, war dies doch mein erster selbstverfasster PR-Artikel bei Organize Communications:
Zwischen Trend und Tradition
Portugals Weine offenbaren ihre autochthonen Schätze

Die lange Cuvée-Tradition in Portugal

Portugal ist ein Schmelztiegel von Tradition und Trends. Traditionell war Portugal lange Zeit ein "Cuvée-Land". Die portugiesischen Winzer waren und sind in der Bereitung von Blends wahre Meister ihres Fachs. Die Gründe finden sich im Klima und den damals üblichen Anbaumethoden. In vielen Regionen Portugals herrscht ein eher kompliziertes Klima für eine ausgewogene Reife einzelner Rebsorten. Dieses Wissen führte dazu, dass bereits in den Weinbergen mit Mischsatz die Grundlage für die späteren Cuvées geschaffen wurde. Die typischen Cuvées, damals wie heute, sind ausgewogene und komplexe Weine. In früheren Zeiten allerdings oftmals als sehr tanninhaltig und rustikal empfunden. Eine der Stärken heutiger portugiesischer Winzer ist das Bekenntnis zu modern ausgebauten autochthonen Rebsorten. Diese werden zu landestypischen Cuvées mit ihrer modernen geschmacklichen Ausrichtung verschnitten.

Rebsortenreiner Wein aus den autochthonen Schätzen

Für den portugiesischen Wein begann 1986 mit dem Beitritt zur EU eine neue Ära. Die Weinbauregionen wurden reorganisiert und zudem ein neues Appellationssystem eingeführt. Aktuell gibt es in Portugal 31 kontrollierte Ursprungsbezeichnungen (DOC), wovon jede ihre eigenen strikten Produktionsvorschriften und geografischen Grenzen besitzt. Daneben, an zweiter Stelle der Weinklassifizierung, stehen die Vinho Regional (Regionaler Wein), mit insgesamt 14 dieser Landwein-Regionen (IGP). Die geografischen Grenzen sind oftmals weiträumiger und die übrigen Produktionsvorschriften weniger streng. Zudem ist die Anzahl der zugelassenen Rebsorten meist größer.

Dies ermöglicht den Winzern mehr Raum für Individualität.


Vorreiter und Vorbilder für die neue Winzergeneration legten den Grundstein, sich langsam von den allzu rustikal ausgebauten Weinen zu verabschieden und sich verstärkt auf den modernen Ausbau der alten, einheimischen Rebsorten zu verlegen. Heute befasst man sich in Portugals Weinbergen intensiv mit dem großen autochthonen Rebschatz. Aus den Rebsorten Touriga National, Trincadeira, Bical und Tinta Roriz entstehen heute elegante rebsortenreine Weine, die sich ebenso international messen lassen können, wie ihre daraus resultierenden Cuvées.

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Meinem Aufruf an die Foodblogger, sich doch zu ausgewählten Weinen alltagstaugliche, raffinierte und passende Rezepte auszudenken sind ebenfalls viele bisher gefolgt und von einigen warte ich noch auf die Zusendung der Blog-Links.

Hier aber nun die Fundstellen aller, die sich bisher daran beteiligt haben, mit einem großen DANKESCHÖN!
YOOPRESS - verkostete 3 Weine - hier der Bericht auf englisch
2011 Wine on the Rocks Finkus "Lolita" collection2010 Unum Reserva Vinho Regional Beiras2008 Vinho Tinto Quinta de Ramozeiros Duoro D.O.C.
BACCANTUS stellte uns in seinem Blog diesen Wein vor CM Allgo Rosé 2012 aus Portugal / Dào D.O.P.
© Baccantus

In Frau Kampis Küche fand dieser Rosé großes Gefallen zu Lachs, Aprikosen und Paprika:
2012 Plansel Selecta der aus Deutschland stammenden Önologin Dorina Lindemann
© Frau Kampis Küche

Hanns-Joachim Fredrich schrieb auf Facebook zu dem oben bereits erwähnten Rosé: "Hab den Wein gestern getrunken. Er hat von allem etwas zu viel: zu breit, zu beerig -insbesondere Erd- und Stachelbeere -, zu süss; aber diese Kombination ist grossartig. Der Wein hat unglaublichen trinkfluss und macht jede Menge Spaß! Einer der spannendsten Rosés die ich in diesem Jahr trinken durfte. Hat perfekt zu Dorade (vom Grill) und Salat geschmeckt!"Und Mario Scheuermann, bekannter Weinjournalist, hat den Rosé (Rosé Plansel Selecta) in seinem Weintagebuch zu einem portugiesischem Rezept (Cataplana mit Schweinefleisch und Miesmuscheln) probiert und war von der Foodpairing Idee ebenfalls sehr angetan.

© Mario Scheuermann
"WEISS! SOTTAL - ein weißer Portugiese zu Fisch in Kokosmilch und Duftreis, so titelte Ute Mangold von Wiesengenuss Ihren Bericht zum Wein & Foodparing.
Außerdem wurde von Ute Mangold noch der Pó de poeira, 2001 verkostet und in einem schönen Bericht vorgestellt.


Und in Toms Corner: Sonntagsbraten! finden wir den Pó de poeira, 2001 zu einem wunderbaren Schmorgericht beschrieben. An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön an Pimpimella... jetzt bloggt sie doch!


Claus Schlemmer, bekannter Foodblogger von "Nur das gute Zeugs", hatte zum Sommerende einen Rosé der Herdade da Maroteira, den 10 Gulden, zu Linsen mit Schwein probiert und war ebenfalls von der Kombination sehr angetan.


Selbstverständlich werde ich alle weiteren Beiträge in weiteren Berichten vorstellen.
Und jetzt wünsche ich euch schon mal viel Freude mit den Weinbeschreibungen, Rezepten und dem Selbst-Ausprobieren.
:-)