Montag, 3. Februar 2014

Es gab lecker Reis, Baby! Curry-Bratreis mit frischer Ananas und Garnelen



Mein letzter Einkauf fiel, angetrieben vom, "Du sollst mehr Gemüse essen"- schlechten Gewissen, entsprechend großzügig aus, was Obst und Gemüse betraf.
Außerdem packte ich noch vieles in den Wagen, was für Curry-Gerichte (ob nun asiatisch oder indisch), die richtige Basis schaffen könnte: Ingwer, Zitronengras, Kurkuma, Basmatireis, Currypulver, Kokosmilch und Sesamsamen.
Nach dem Blumenkohl-Kartoffel-Curry, bei dem mir schlicht und ergreifend das Fleisch dazu fehlte, entschloss ich mich, den Curry-Bratreis mit schönen, großen Garnelen zu veredeln.
Selbstverständlich kann man aber auch diese weglassen, wenn man es vegetarisch oder vegan zubereiten möchte - wobei man dann in der Zutatenliste noch das Butterschmalz durch ein pflanzliches Produkt ersetzen muss.

Was solltet ihr für dieses Rezept zur Hand haben:
1 Wok oder große Pfanne, 1 Pfanne, um die Garnelen separat zu braten, 1 frische Ananas, TK Erbsen, Zwiebeln, Knoblauchzehen, Ingwer, Garnelen, Butterschmalz oder Ghee, Currypulver, Kurkuma, Salz, Pfeffer, Zitrone oder Limette und Basmatireis.

Mengenangaben mache ich mal nicht, da man das Rezept, wie ich, für 2 Personen, aber auch für viele mehr machen könnt, je nachdem, viele hungrige Leute am Tisch sitzen.


Übrigens: Currypulver gibt es ja von mild - sehr scharf, d.h. hier kann man selbst wählen, welchen Schärfegrad man für das Gericht haben möchte. Currygewürze sind eine Mischung aus bis zu 13 Gewürzen. Allen gemein ist Kurkuma, der ihnen ihre charakteristische gelbe Farbe verleiht. Auch kann man davon ausgehen, dass Koriander, Kreuzkümmel, Bockshornklee und schwarzer Pfeffer im Currymix enthalten sind. Die folgenden Gewürze variieren in den Mischungen und machen die typisch unterschiedlichen Geschmäcker der Currypulver aus: Ingwerpulver, Knoblauchpulver, Asafoetida, Fenchel, Zimt, Nelken, grüner Kardamom, schwarzer Kardamom, Senfkörner, Muskatnuss, Muskatblüte, Paprikapulver, Cayennepfeffer und/oder langer Pfeffer sowie Salz und Chilipulver. Chili kommt hauptsächlich in den schärferen Madras-Curry-Varianten vor.
Ein weitverbreiteter Irrtum ist übrigens, dass Curryblätter zur Herstellung von Currypulver verwendet werden. Dem ist nict so, auch wenn die Curryblätter in vielen indischen Gerichten ebenfalls zum Einsatz kommen.


Aber zurück zum Rezept, das wirklich schnell zuzubereiten ist. Den Reis sollte man am besten am Vortag kochen oder vom Vortag übrig haben (so wie ich), denn dieser wird kalt benötigt.
Beginnen wir also mit der Vorbereitung. Zunächst die frischen Riesengarnelen kalt abbrausen, trocken tupfen und beiseite stellen.
Das Fruchtfleisch der Ananas hole ich mit einem Ananas-Schäler aus der Schale, das geht ratzfatz und man hat gleich die Scheiben zur Hand.
Die Scheiben in mundgerechte Stückchen schneiden und ebenfalls auf die Seite legen.
Zwiebeln, Knoblauch und Ingwer schälen und fein würfeln. Nun kann der Wok auf dem Herd schon einmal vorgewärmt werden, dann das Butterschmalz darin erhitzen und darin Ingwer, Knoblauch und Zwiebeln anbraten. Dann Ananas und Erbsen dazu und unter Rühren 2-3 Minuten mit braten. Die Mischung aus dem Wok nehmen, erneut Butterschmalz darin erhitzen, um darin die Gewürze anzurösten. In die Gewürzmischung den Reis geben und anbraten, die Ananas-Erbsen-Mischung unterheben und mit Salz, Pfeffer und Zitrone abschmecken. Warm halten.
Nun noch die Garnelen mit Zitrone beträufeln und in der separaten Pfanne auf den Punkt braten (es sollte ein glasiger Kern bleiben).



Nun das Ganze anrichten und servieren. Wer sich einen schönen Wein dazu genehmigen will, der sollte, wie ich, auf einen südafrikanischen Chenin Blanc zurückgreifen. Himmlisch in der Kombination. Wiederholungsreif!


Viel Spaß beim Nachkochen!