Mittwoch, 23. April 2014

Eine wunderbare Marinade für Lammkotelettes


© Foto: Thomas Rebel | REBELSHOTZ | Hofladen Zonsius

Wahrscheinlich macht man sich kurz vor Ostern und dann während der Grillsaison im Sommer die ersten Gedanken darüber, ob man Lammfleisch kaufen sollte, wenn ja welches Stück davon, woher es stammt und wie man es am besten zubereitet.

Zunächst einmal: Lamm ist erst ein Lamm, wenn es auch den Geschmack danach hat. Und das hat nichts mit den Geschmackserinnerungen zu tun, die einige von uns anscheinend mit "nach Hammel schmeckendem" Lamm gehabt haben müssen.

Lammfleisch, das nicht nach Lamm schmeckt ist vollkomener Blödsinn. Da kann man dann gleich alles aus der Retorte essen, das dann mit künstlichen Aromen so aufgepeppt wurde, dass man das Gefühl hat man esse Lamm. Oder - ich sage nur Erdbeerjoghurt - in einem herkömmlichen aus dem Supermarkt werden sich keine Erdbeeren darin finden lassen - alles eine kleine Scheinwelt im Becher. Geschmacksneutrale Litschi ersetzen die Frucktstücke und Aromastoffe den Geschmack von Erdbeeren. Und komischerweise schmeckt das mittlerweilen vielen besser, als die saftig, süßen Erdbeeren vom Feld.

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Aber genug abgeschweift. Zurück zum eigentlichen Thema - meiner Marinade für Lammkotelettes.
Diese stammten von Lämmern aus der Region. Wobei es sich um keine Milchlämmer gehandelt hat.

Was das Marinieren von Fleisch angeht, kenne ich darüber inzwischen auch gegenteilige Meinungen. Die einen schwören darauf - die anderen finden, dass man das Fleisch erst nach dem Brat- bzw. Grillvorgang würzen sollte.

Ich gehöre zur ersteren Gruppe. Ich lege mein Fleisch selbst ein und lasse es wenigstens zwei bis drei Stunden im Kühlschrank gut durchziehen. Vor dem Braten bzw. Grillen, tupfe ich dann Marinade und überschüssiges Öl von den Fleischstücken und lege diese dann erst in die Pfanne oder auf den Rost.

Meine Kotelettes habe ich in der Pfanne zubereitet. Und sie wurden butterzart und schmeckten köstlich - was ich z.T. auch auf die Marinade schiebe, nicht nur auf den Bratvorgang.

Ein Tipp noch im Vorfeld:
Während des Sommers sollte man sich durchaus einen kleinen Vorrat an getrockneten Kräutern anlegen. Aus den Beeten einer lieben Bekannten, bekam ich letztes Jahr Minze, Salbei, Thymian und Rosmarin. Und ich machte mir daraus zwei Kräutermix-Varianten: eine mediterrane mit Rosmarin, Salbei und Thymian und eine, nenne ich es mal englisch inspirierte, mit Minze, Salbei und Thymian.

Der zweite Kräutermix kam dann in meiner Marinade auch zum Einsatz. Da die Kräuter mit Öl vermengt werden, geben sie in der Marinade auch wieder ihre Aromen frei - nicht so intensiv wie frische Kräuter - aber dennoch ausreichend. Wer möchte kann selbstverständlich auch frische Kräuter dafür verwenden, solange es diese nun überall zu kaufen oder ernten gibt.

Zutaten:
getrocknete Kräuter (Minze, Salbei, Thymian)
Sonnenblumenkerneöl
1 Knoblauchzehe in Scheiben geschnitten
Salz, Pfeffer





Das Lammfleisch damit großzügig einpinseln und für mindestens 2 Stunden in den Kühlschrank.
Vor dem Grillen oder Braten das überschüssige Öl abtupfen.

Ich habe in einer beschichteten Pfanne Öl erhitzt und die Kotelettes (die ca. 4-5 cm dick waren) zunächst auf der einen Seite für 3 Minuten angebraten, dabei die Hitze bereits reduziert. Danach gewendet, eine Minute angebraten und dann über die Pfanne einen Deckel gelegt, erneut die Hitze reduziert und für ca. 4 Minuten sanft nach garen lassen. Perfekt!
Rosa Kern und butterzart! So muss Lamm sein.

Euch viel Spaß beim Ausprobieren!