Sonntag, 7. Juni 2015

BBQ-Spezial: Kanarische Mojosaucen in Rot und Grün zu gegrillten Kartoffeln

Papas arrugadas | Foto: © Restaurante La Chalana

Traditionell werden auf den Kanaren die Papas arrugadas (Runzel-Kartoffeln mit Salzkruste) in die Mojos gedippt. Dort verwendet man die schrumpeligen Urkartoffel-Sorten „Papas negras“ oder „Papas bonitas“.  Bei uns sollte man nach kleinen Kartoffeln Ausschau halten. Zu anderen Speisen werden die Mojois (Saucen) einfach über die Gerichte gegossen. Mojos werden meist kalt - bzw. zimmerwarm - serviert. Übrigens: Beide Saucen schmecken auch ganz wunderbar zu gegrillten Kartoffeln!

Mojo rojo | Foto: © grillsportverein.de

Die typisch, kanarische Mojo rojo ist vergleichsweise scharf. Im Spanischen wird die Sauce daher auch “Mojo picón” genannt. Ihre Hauptzutaten sind Knoblauch, Paprika und Chili.

Zutaten und Zubereitung:
1 getrocknete rote Chili entkernen und 20 Minuten einweichen anschließend in einem Mörser 1/2 TL Kümmel mit 1 Knoblauchzehe und 1 TL edelsüßem Paprika zerreiben. Die Paste mit Olivenöl zu einem homogenen Brei verrühren. Für den richtigen Geschmack und Konsistenz mit 50 ml Gemüse-Brühe und 50 ml Weißweinessig mischen. Pikant!

Mojo verde | Foto © grillsportverein.de
Die Mojo verde ist in der kanarischen Küche ein echter Allrounder. Die Hauptbestandteile sind Essig, Öl und Knoblauch. Sie sind sehr variantenreich und werden als Dip oder sogar als Beilage zu  gereicht. Hauptsächlich zu Papas arrugadas serviert, schmeckt diese Sauce zu den verschiedensten kanarischen Speisen wie Fleisch, Fisch und Brot.
Zutaten und Zubereitung:
150 ml Olivenöl, 60 ml Rotweinessig, eine grüne Paprikaschote (geputzt, entkernt und kleingeschnitten), acht bis zehn gehackte Knoblauchzehen (je nach Größe), zwei Bund Petersilie (zerkleinert), zwei Bund frischen Koriander (zerkleinert), Salz, Pfeffer, Thymian und Toastbrot-Brösel. Sämtliche Zutaten, außer dem Olivenöl, werden püriert. Ist die Masse zu Brei verarbeitet, kommt schließlich das Öl hinzu. Es wird vorsichtig untergerührt. Ist die Sauce etwas zu dünn geraten, kann mit dem Toastbrot nachgedickt werden.

Weitere leckere Mojos sind die Mojo cilantro (Mojo mit Koriander), Mojo de ajo (Mojo mit Knoblauch, passt sehr gut zu Lamm und Kaninchen) und Mojo de azafrán (Mojo mit Safran, die perfekt zu Fisch passt).

Foto © Tom und Anita
Mojo cilantro (Mojo mit Koriander)
Zutaten und Zubereitung:
4 Knoblauchzehen, 1/2 TL Kümmel und 1 Bund Koriandergrün (ersatzweise glatte Petersilie) im Mörser zu einer homogenen Paste rühren. Mit 100 ml Olivenöl und 50 ml Weißweinessig verrühren. Anschließend  50 ml kalte Gemüsebrühe unterrühren. Die Brühe muss in diesem Fall kalt sein, damit der frische Koriander seine Frische und Farbe behält.

Mojo de ajo (Mojo mit Knoblauch)
Zutaten und Zubereitung:
6 Knoblauchzehen im Mörser mit Salz zerreiben. 50 ml Olivenöl erhitzen und in den Mörser zur Knoblauchpaste geben. Gut verrühren und anschließend einige Tropfen Zitronensaft sowie 2-3 EL Gemüsebrühe dazugeben.

Mojo de azafrán (Mojo mit Safran)
Zutaten und Zubereitung:
2-3 Messrspiten Safran mit 3 Knoblauchzehen und 1 TL frischen Oreganoblättern im Mörser zerstoßen. 1 Tomate häuten, Kerne entfernen und in kleine Würfel schneiden. Die Tomatenwürfel mit der Knoblauchpaste mischen. 100 ml Olivenöl dazugeben und mit 1 TL Paprikapulver, edelsüß, würzen. Das ganze anschießend in einem Topf kurz aufkochen lassen und vor dem Servieren der Sauce 1 Schuss Weinessig - ideal Sherryessig! - beifügen.

Für alle Kanarenfans kann ich diese Webseite empfehlen: Teneriffa News

Mehr leckere Rezepte zum Grillen findet ihr hier BBQ-SPEZIAL, meinem kostenlosen, blätterbaren Online Magazin.

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