Montag, 27. Juni 2016

SCHNELLE KÜCHE | Merguez und Couscous mit Salzzitrone

© Foto: Aromenspiele, Fotoshooting mit Thomas Rebel | Rebelshotz

Couscous, das nordafrikanische Gericht, wird zu Recht immer beliebter bei uns. Was wohl auch an der schnellen Zubereitung liegt, da der Couscous nur mit heißem Wasser übergossen werden muss und anschließend nur noch ein paar Minuten zum Quellen benötigt. Damit Couscous nach etwas schmeckt, wird er gut gewürzt - meist mit Ras el-Hanout - und ihm werden Kräuter und Gemüse zugegeben. So zubereitet ist er ein schmackhaftes Hauptgericht oder begleitet wunderbar Fisch- oder Fleischgerichte. Wer eine Tajine besitzt, hat sicherlich bereits sehr oft Couscous in verschiedenen Varianten zubereitet. Ein paar köstliche Rezepte findet man hier: Ali Baba Tajine.

Mein Couscous hat einmal gebratene und dann gegrillte Merguez begleitet und ich kann das Rezept nur zur Nachahmung empfehlen. In den Couscous wurde vorher angebratenes Gemüse gemischt und mit etwas marokkanischer Salzzitrone verfeinert. Couscous lässt sich sehr gut vorbereiten und schmeckt auch kalt noch köstlich. Nur sollte man dann die frischen Kräuter erst dazugeben, wenn man den Couscous serviert.

Zutaten:
400 ml Wasser (Salz)
1 kleine Zucchini
1/2 gelbe Paprika
1 Frühlingszwiebel
1/2 TL Pul Biber (Chiliflocken)
Pfefferkörner (im Mörser grob zerstoßene Javapfeffer- und Voatsiperiferry-Pfefferkörner)
1/4 Salzzitrone
1 Prise Flor de Sal mit Orange und Chili
5 EL Zitronenolivenöl
Saft einer 1/2 Zitrone
Petersilie, Minze

So geht's:
Auf den Herd das Wasser mit einer Prise Salz zum Kochen bringen. Dann von der Platte ziehen, den Couscous hineingeben und erst einmal 5 Minuten quellen lassen. Anschließend mit einer Gabel auflockern. Ich gebe bereits 1 - 2 EL Zitronenolivenöl dazu.

In einer Pfanne Öl erhitzen und das vorbereitete, klein geschnittene Gemüse darin mit den Chiliflocken anbraten. Unter den Couscous heben und mit Zitronensaft, Salz und Pfeffer abschmecken. Das in Ringe geschnittene Grün der Frühlingszwiebeln kommt erst später, kurz vor dem Servieren, mit den anderen Kräutern zum Couscous.

Extrem gut schmeckten die Merguez (ich hab sie gekauft - im Supermarkt) sowohl gebraten (am Vortag) als auch gegrillt (am nächsten Tag) dazu.

© Foto: Aromenspiele | Dorit Schmitt

Merguez: Die würzige Wurst aus Lammfleisch stammt ursprünglich aus Marokko, ist aber auch in Frankreich sehr beliebt. Höchste Zeit, dass sie populärer wird. Bei uns bekommt man die Merguez meist aus einer Rind-Lammfleisch-Mischung und sehr scharf sind sie hier auch nicht.
Wer will, kann sich die leckeren Würste auch selber machen.
>>> Merguez-Rezept Küchengötter

Harissa: Eine aus dem Maghreb stammende, scharfe Gewürzpaste aus frischen Chilis, Kreuzkümmel, Koriandersamen, Knoblauch, Salz und Olivenöl. Heute ist Harissa in der gesamten nordafrikanischen Küche (in Marokko als Sahka) bekannt, aber auch in arabischen Ländern, in Israel und Europa. Es gibt verschiedene Rezeptvarianten in den einzelnen Ländern, wobei die tunesische Version die schärfste ist, da sie den größten Chilianteil hat.

Wer Harissa selber machen will, kann sich an dieses Rezept halten:
50 g getrocknete Chilischoten, 3 Knoblauchzehen, 2 TL Kreuzkümmel, 2 TL Koriandersamen, 1 TL Kümmelsamen, 1 EL Salz, 1-2 EL Olivenöl, Olivenöl zum Bedecken.

Den Schärfegrad kann man natürlich je nach persönlichen Vorlieben selbst bestimmen.

Chilis putzen, längs aufschlitzen und entkernen. Mit kochendem Wasser begießen und 15 Min. einweichen. Knoblauch schälen und hacken. Kreuzkümmel, Koriander und Kümmel fein mahlen. Alle Zutaten mit 1 EL Öl pürieren. So viel Öl zugeben, bis eine eher feste Paste entsteht. In ein verschließbares Glas füllen, mit Öl bedecken. Im Kühlschrank mehrere Wochen haltbar.
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