Samstag, 17. September 2016

KÜRBIS | Steirische Kürbissuppe nach Art des Hauses mit Zimtcroûtons

Foto: © AROMENSPIELE | Dorit Schmitt

Mit dem Herbst kommen die Kürbisse in unsere Küche. Ob als Suppe, Püree, gebraten oder im Risotto, an den Stars der Herbstzeit kommt man nun nicht mehr vorbei.

Persönlich bin ich großer Fan einer cremigen Kürbissuppe aus Hokkaido, da man den eher nussig schmeckenden Kürbis nicht schälen muss. Und weil es eine Suppe ist, die blitzschnell – Schnippelarbeiten nicht dazugerechnet – auf dem Tisch steht. Noch dazu kann man mit den Zutaten, die man neben dem Kürbis braucht, sehr flexibel sein, die Suppe wird immer lecker schmecken.

Kürbis liebt weitere Aromen – ob nun fruchtig von Apfel, Birne oder Orange - oder von Gewürzen wie Chili, Curry oder Zimt. Geht man kaloriensparender eher in eine "asiatische" Richtung, schmeckt die Suppe mit Ingwer, Chili und Kokosmilch gemacht, sehr fein. Dazu passend: ein Garnelenspieß.

Apropos dazu passend – ich habe meine Kürbiscremesuppen schon in den unterschiedlichsten Varianten zubereitet: mit kross gebratenem Speck, würzigen Croûtons, gerösteten Kürbiskernen, Kürbiskernöl oder sogar Trüffelöl verfeinert. Die Suppe selbst mit Hühnerbrühe, Gemüsebrühe, mit etwas Wein oder Orangensaft, mit Crème fraîche, Kokosmilch oder einem Schuss Sahne versehen und sie mal eher mild oder auch mal schärfer zubereitet.

Foto: © AROMENSPIELE | Dorit Schmitt

Für dieses Süppchen habe ich diese Zutaten verwendet:
1/2 kleineren Hokkaidokürbis
1 Kartoffel
1/2 Granny Smith Apfel
5 dünne Scheiben von frischem Ingwer
etwas Chiliflocken und etwas von einer getrockneten, roten Chilischote
1 Zwiebel
etwas Hühnerbrühe (250 ml)
etwas Gelben Muskateller (kräftiger Schuss zum Ablöschen)
1 Schuss Sahne
Flor de Sal mit Orange und Chili
Pfeffer aus der Mühle
Zitronensaft
Öl

Für die Brotcroûtons:
altbackenes Schwarzbrot vom Vortag, in Würfel geschnitten (Menge abschätzen, die man pro Teller so benötigt)
Olivenöl
1 EL Zimt
Chili-Olivenöl

Außerdem:
Kürbiskerne
Kürbiskernöl

So geht's:
Kürbis waschen, Kerne und faserige Teile entfernen. Kürbis, Hokkaidokürbis braucht nicht geschält zu werden, in kleine Stücke schneiden. Kartoffel, Apfel und Zwiebel schälen, fein würfeln. Von der Ingwerwurzel fünf dünnere Scheiben abschneiden. Etwas Öl in einem Topf erhitzen, Zwiebeln, Kartoffeln, Ingwerscheiben, Apfel und Kürbis darin andünsten. Gewürze dazu. Mit dem Weißwein ablöschen und Brühe dazugeben, alles salzen und pfeffern. Aufkochen und bei schwacher bis mittlerer Hitze zugedeckt in ca. 25 Minuten weich kochen.

In einer Pfanne ohne Fett die Kürbiskerne rösten. Wenn sich diese beginnen aufzublähen, vom Herd nehmen und in einer weiteren Pfanne Öl erhitzen, darin die Brotwürfel, die man mit einem Esslöffel Zimt betreut hat, bei mittlerer Hitze langsam schön knusprig rösten. Am Schluß mit dem scharfen Chili-Olivenöl beträufeln und gut mischen.

Die Suppe nach 25 Minuten von den Ingwerscheiben befreien, mit der Sahne verfeinern dann pürieren. Notfalls noch etwas heiße Brühe zugeben, sollte die Suppe zu breiig werden und gegebenenfalls noch etwas mit Salz und Pfeffer nachwürzen.
Anrichten: Suppe in Teller geben, Zimtcroûtons dazu, Kürbiskerne darüber streuen und ein paar Tropfen Kürbiskernöl darüber träufeln.

Foto: © AROMENSPIELE | Dorit Schmitt

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